Wissenswertes über UV-Strahlung
Das, was als Sonnenstrahlen unsere Erde trifft, besteht aus verschiedenen
Elementen. Es sind dies die wärmenden Infrarotstrahlen (wörtlich “unterhalb des
Rot”), die sichtbaren Strahlen, also das Licht, und die ultraviolette Strahlung
(wörtlich “oberhalb des violett”), abgekürzt UV-Strahlung genannt.
Das deutsche Institut für Normung gab im Juni 1998 in Zusammenarbeit mit der
Deutschen Dermatologischen Gesellschaft eine neue Norm DIN 5050-2 (Solarien und
Heimsonnen, Teil 2: Anwendung und Betrieb) heraus.
Bei UV-Strahlen unterscheiden wir aufgrund der
Wellenlänge drei Bereiche:
UV-A 320 - 400 Nanometer
Erreicht fast vollständig die Erde
UV-B 280 - 320 Nanometer
Wird zu 90% vom Ozon herausgefiltert
UV-C 200 - 280 Nanometer Wird fast komplett von der Erdatmosphäre geschluckt
Die UV-Strahlung macht nur ca. 6 Prozent der Sonnenstrahlung aus, die auf die
Erde trifft. Da die UV-C-Strahlung die Atmosphäre praktisch nicht durchdringen,
können wir sie in unserer Betrachtung auslassen.
Entscheidend ist die Intensität, mit der wir unsere Haut Strahlungen aussetzen.
Sie hängt von vielen Faktoren ab. Wie bewölkt ist es, welchen Einfallswinkel
haben die Strahlen und wie stark sind der Ozongehalt und Trübungen der
Atmosphäre? Eine ebenso entscheidende Rolle spielt es, an welchem Ort und zu
welcher Zeit wir uns aufhalten. Auf welcher geografischen Breite bewegen wir
uns, in welcher Höhenlage und zu welcher Tages- und Jahreszeit? Schnee oder
Wasserflächen steigern die Intensität durch ihre Streuung ebenfalls.
UV-A-Strahlung
UV-B-Strahlung ist energiereicher als UV-A. Sie ist verantwortlich für den
natürlichen Sonnenschutz der Haut. Die Hornhaut ist die oberste Hautschicht.
Durch Bestrahlung mit UV-B-Licht wird die Hornhaut dicker. In zwei bis drei
Wochen bildet sich dadurch eine Schutzschicht, die Lichtschwiele genannt wird.
Sie reflektiert, filtert und streut das Sonnenlicht. Auch Säuren in den
Hautzellen nehmen zu und verstärken den Schutz vor UV-Strahlung. Der Eigenschutz
der Haut wird um etwa den Faktor 5 gesteigert. Faktor 5 bedeutet zum Beispiel:
Die vorgebräunte und vortrainierte Haut kann fünfmal länger der UV-Strahlung
ausgesetzt werden als ungebräunte Haut.
Als zweiten Schutzmechanismus der Haut bewirkt UV-B-Strahlung die vermehrte
Produktion von Melanin. Zwei bis vier Tage, nachdem mit Sonnenbädern begonnen
wurde, wird der Farbstoff an der Hautoberfläche sichtbar. Je mehr eingelagert
wird, desto brauner ist man. Der Bräunungsgrad hat aber seine Grenzen, die der
Hauttyp bestimmt. Je dunkler die Haut von Natur aus ist, desto mehr Melanin
besitzt sie. Die durch UV-B-Licht erzielte Bräunung hält länger vor. Zuviel
UV-B-Strahlung ist aber auch dafür verantwortlich, daß Sonnenbrand entsteht.
UV-Index
Der UV-Index gibt uns Auskunft über das Sonnenbrandrisiko. Er sagt uns, wie
intensiv die Sonne wo strahlt. In Deutschland kann man sich über den täglichen
UV-Index beim Deutschen Wetterdienst (T 0 69 - 80 62 - 0 ) informieren, bzw. ihn
dort telefonisch abfragen.
Am Beispiel des Hauttyps II zeigt Ihnen die folgende Übersicht, wie lange Sie
sich bei ungebräunter Haut der Sonne maximal aussetzen sollten, wann Sie die
Sonnenbrandschwelle erreicht haben und wie Sie sich schützen sollten.
UV-Index UV-Belastung Sonnenbrandschwelle Schutzempfehlung
0-2 niedrig keine keine
3-4 mittlere ab 30 Minuten UV-Schutz empfohlen
5-6 hoch ab 20 Minuten UV-Schutz erforderlich
7-8 hoch weniger als 20 Minuten UV-Schutz umbeding empfohlen
9 und mehr sehr hoch hohe Sonnenbrandgefahr Kleidung und Sunblocker dringend
empfohlen